Grundschule Milse

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:: LehrerInnen-Fortbildung im teutolab


Besuch im teutolab / Bereich Chemie

"Im teutolab sollen Kinder und Jugendliche Spaß und Begeisterung bei eigenem Experimentieren - unter Anleitung geschulter Fachkräfte - erfahren, teutolab soll Neugier wecken, die Auseinandersetzung mit naturwissenschaftlichen, speziell chemischen, Fragestellungen fördern und Erfahrungen jenseits des üblichen Schulalltags bieten." (www.teutolab.de) Diese Ideen des teutolabs sollen in die Schulen getragen werden.

Um diese pädagogische Idee näher kennen zu lernen, besuchten wir an einem wunderschönen, sonnigen Spätsommernachmittag das teutolab. Wir konnten einiges  ausprobieren und hoch motiviert ein ganzes Päckchen von Versuchsanweisungen, Rezepten und Experimentieranregungen mit nach Hause nehmen.

Herr Dr. Königer gab uns Erläuterungen zum Konzept des Teutolab, zur Entwicklung, zum heutigen Stand und zu den Zukunftsplänen.
Nebenbei wurden wir sogar mit Getränken und Gebäck versorgt.


Farbe aus Magerquark

Eine Grundidee ist, Materialien unseres täglichen Lebens für "chemische" Experimente zu nutzen. In unserem Fall stellten wir "Quark-Farbe" her: Magerquark wurde mit Borax und Schlämmkreide verrührt.
Der Quarkcreme wurden verschiedene Farbpigmente hinzugefügt - und schon waren die Farben fertig!
Mit normalen Pinseln wurden die Farben auf normales Papier aufgetragen und zum Trocknen aufgehängt.
So farbenfreudig kann Quark-Farbe eingesetzt werden.


Sauer oder was ...?

Im Säurelabor wurde Rotkohl geschnitten und mit kochendem Wasser übergossen. Wir erhielten blauen Rotkohlsaft - eine neutrale Lösung.
Mit diesem blauen Saft durften wir nun experimentieren, indem wir verschiedene Flüssigkeiten tropfenweise hinzufügten.
Mit Zitronensaft oder Essig "zauberten" wir den blauen Rotkohlsaft rot. Er wurde "sauer". Scheuerpulver dagegen verwandelte die rote Flüssigkeit wieder zurück ins Blaue und bei weiteren Gaben bis ins milchig Grüne. Damit war eine Lauge entstanden. Im 3. Reagenzglas beginnt diese Reaktion gerade. An dem Farbspiel hatten auch die LehrerInnen ihre kindliche Freude.
Uns wurde aber auch klar: Das Gegenteil von "sauer" ist keineswegs immer "süß".


Kunststoff aus Milch

Noch einmal gab es den Griff in Kühl- und Küchenschrank:
Magermilch wurde in der Mikrowelle erwärmt und mit Lebensmittelfarbe eingefärbt. anschließend wurde Essigessenz hinzugefügt. Das Kasein flockte aus und konnte in einem Sieb aufgefangen werden.
Diese bunte "Käse"-Masse gaben wir auf Papiertücher und quetschten lagenweise mit weiteren Papiertüchern und einem Brettchen das Wasser heraus.
Bald füllte sich der Teller mit bunten Kaseinplätzchen.
Langsam getrocknet können sie dann zu Deckozwecken genutzt werden.
Werden sie aber im Backofen eine Stunde gebacken, entwickeln sie Volumen und sind noch dekorativer.

Fazit eines informativen, kurzweiligen Nachmittags:

Auf diese Weise mit Stoffen aus dem Alltag zu experimentieren, zeigt, dass Chemie für Kleine und Große richtig spannend  sein kann und  viel Spaß macht.

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